Was macht ein Makler eigentlich wirklich? - Lebenstraum Immobilien

Was macht ein Makler eigentlich wirklich?

Es gibt kaum einen Menschen, der nicht glaubt, exakt zu wissen, was ein Makler den ganzen Tag lang tut. Bei kaum einem Beruf ist das Meinungsbild so festgefahren und homogen, wie in unserer Branche. Die Antworten am meisten verbreitete Sichtweise ist wohl: „Er sperrt ein paar Türen auf und bekommt dafür 10.000 €.“

Man kann der Öffentlichkeit jedoch nicht einmal einen Vorwurf machen, da dieses Bild von den einschlägigen Makler-Sendungen wie „mieten, kaufen, wohnen“, „Unser Traumhaus am Meer“ oder einst „Unser neues Zuhause“ gefördert wird. Hier sind Makler zu sehen, die sich am Anfang der Sendung kurz die präzisen Suchwünsche (z.B. „3 Zimmer in Bottrop für 500 Euro“) erzählen lassen und am nächsten Tag zwei bis drei „passende“ Wohnungen zeigen, wovon der Interessent in der Regel eine mietet oder kauft. Ganz so einfach ist es dann doch nicht. Vielleicht in Bottrop, aber nicht in München. Und nein, man duzt seine Kunden auch nicht automatisch.

Wie es aber nun wirklich abläuft, möchten wir gerne in den nächsten Artikeln beschreiben. Einerseits, wie die Zusammenarbeit mit Mietwohnungssuchenden aus Sicht des Maklers abläuft, andererseits, was ein guter und professioneller Makler für sein Geld wirklich macht, um die Immobilie seiner Auftraggeber zu verkaufen.

 

 

 Inserat schalten und warten. Oder muss ein Makler heute mehr machen?

Für den Verkäufer schaltet er eine Zeitungs- oder Internetanzeige und wartet, was sich tut. Dann versammelt er alle Interessenten an einem Tag um eine bestimmte Zeit in der Immobilie und wartet wieder, was sich tut (aufkommende Fragen kann er eh nicht beantworten). Nach diesem Massentermin geht er wieder ins Büro und wartet weiter, was sich tut. Einer will dann vielleicht kaufen, dann kann der Makler eine Rechnung über ein paar Tausend Euro stellen. Und fertig.

Ein moderner, kunden- und service-orientierter Makler interpretiert seine Aufgabe dann doch anders. Er bietet seinen Auftraggebern einen Rundum-Service, indem er dem Eigentümer alle mit dem Verkauf zusammenhängenden Aufgaben abnimmt. Das fängt an bei der Strukturierung, Vervollständigung und Prüfung der Immobilienunterlagen, der Ermittlung des im gegenwärtigen Marktes maximal erzielbaren Preises und der Vorbereitung der Immobilie für den Verkauf. Das endet mit der Prüfung des Kaufinteressenten, der Vorbereitung und Besprechung des Kaufvertrags und der Übergabe an den Käufer.

Ein wesentlicher Teil der Dienstleistung des Maklers besteht im Immobilien-Marketing, d.h. der Bekanntmachung des Angebots mit der größtmöglichen Reichweite, ohne dabei die Qualität auf der Strecke zu lassen. Früher beschränkte sich dies auf Zeitungsinserate, im vergangenen Jahrzehnt spielt die Internetvermarktung die Hauptrolle. Dass es dabei jedoch nicht mit ein paar Handyfotos und einem dreizeiligen Text getan ist, hat sich noch nicht weit rumgesprochen.

Innovative Online-Vermarktung umfasst nämlich deutlich mehr als die Nutzung der Immobilienbörsen. “Social Media” und “integriertes Marketing” sind die neuen Schlagworte! Die “sozialen Medien” umfassen dabei die in Europa am weitesten verbreiteten Kanäle Facebook, Twitter und Youtube – und zwar nicht von einander unabhängig, sondern untereinander vernetzt. Ein weiterer Trend ist die Integration von “Online” und “Print”.

Ein Beispiel: Neben Fotos von Immobilien spielen Videos (damit meine ich nicht aneinander gereihte Fotos als “Diashow”) eine immer größere Rolle, da die Raumwirkung hier deutlich besser abgebildet werden kann – z.B. http://goo.gl/WPuHz

Dieses Video (gehosted auf YouTube) verlinkt der Makler nun auf seiner Facebook-Seite und seinem Twitter-Account. Die Kollegen und Kunden, mit denen er dort vernetzt ist, können das Video dann “Teilen” (Facebook) oder “Re-Tweeten” (Twitter) und so weiter verbreiten. Es entsteht ein “viraler” Marketingeffekt, der die Immobilie bei immer mehr Interessentengruppen bekannt macht – und somit die Vermarktungszeit verkürzt.

Die Verbindung zu den Printmedien erfolgt nun über so genannte QR-Codes, die in das Exposé, auf Flyer oder das “Zu Verkaufen”-Schild gedruckt werden. Interessenten, die den Flyer in Händen halten oder am Schild vorbei gehen, können den QR-Code mit Ihrem Smartphone (z.B. iPhone, Blackberry,…) scannen und das Video direkt vor Ort ansehen.

Gerne zeigen wir  Ihnen einige Vermarktungsbeispiele oder beantworte Ihre Fragen.

von Sebastian Hueber