Serie Teil 3: Nach dem Immobilienverkauf - Lebenstraum Immobilien

Serie Teil 3: Nach dem Immobilienverkauf

Auch nach dem erfolgreichen Verkauf einer Immobilie (Siehe Artikel „Vor dem Verkauf“ und „Während dem Immobilienverkauf „) können für den Verkäufer ungeahnte Kosten entstehen.

 

Mängel nicht verschweigen

Mängel müssen genannt und festgehalten werden. Der Käufer erwirbt das Objekt „wie es steht und liegt“, so eine gängige Formulierung. Dennoch müssen Mängel vom Verkäufer offengelegt werden, sonst drohen nach dem Verkauf teure Konsequenzen. Auch schon Jahre zurückliegende Eingriffe in die Immobilie, zum Beispiel eine Schwammsanierung, sollte der Verkäufer genau darlegen und mit Rechnungen und Belegen dokumentieren können. Kleinere Mängel werden mithilfe eines vom Makler bereitgestellten Formulars dokumentiert, in das alle Mängel vom Verkäufer eingetragen werden und das vom Käufer zur Kenntnisnahme abgezeichnet wird. Kleinere Mängel müssen dadurch nicht in den Kaufvertrag aufgenommen werden. Arglistig verschwiegene Mängel weisen eine Haftung von fünf Jahren nach Abschluss des Kaufvertrags auf.

 

Schadensersatz

Sind Schäden durch den Verkäufer verschuldet und kommt es durch diese Mängel zu einem Schaden für den Käufer, kann er Schadensersatz fordern. Sind zum Beispiel die Rohre im Haus defekt und es kommt im Keller zum Rohrbruch und ein teurer Sachgegenstand des Käufers wird beschädigt, muss der Verkäufer für den Schaden aufkommen. Der Verkäufer muss aber beweisen können, dass ihn kein Verschulden trifft, ansonsten haftet er in voller Höhe.

 

Erschließungsbeiträge

Im Notarvertrag kann der Verkäufer sich auch vor einer weiteren Haftungsfalle schützen: Werden öffentliche Arbeiten vor dem Tag des Vertragsabschlusses begonnen, trägt der Verkäufer bei sogenannten Erschließungsbeiträgen und sonstigen Anliegerbeiträgen die Kosten. Dies beinhaltet Frischwasser, Abwasser und Straßenerschließung und können Verkäufer daher noch Jahre später Geld kosten. Für München gilt hier eine spezielle Regelung: Frischwasser und Abwasser werden nicht durch solche Bescheide abgerechnet. Und auch die Straßenerschließung wird bei Neubaugebieten durch die Stadt München meist durch Erschließungsverträge geregelt.